LIEBE FREUNDE,

als ich diesen Sommer durch Europa reiste, haben mich die derzeitigen großen Herausforderungen beunruhigt und traurig gemacht. Neben den Bemühungen, die Coronakrise zu überwinden, tobt in der europäischen Nachbarschaft ein brutaler Krieg. Es gibt hohe Inflationsraten und teils Lebensmittel-Engpässe. In meiner deutschen Heimatstadt standen lange Schlangen von Bedürftigen vor Suppenküchen an – das kannte ich bisher nicht. In den Wintermonaten droht Energieknappheit und es scheint, als ob die Zeit des Wohlstands vorbei sein könnte. Es ist erstaunlich, dass Israel gut durch die Coronakrise gekommen und wirtschaftlich stark ist, obwohl es seit mehr als drei Jahren mit politischer Instabilität kämpft und am 1. November die fünften Knesset-Wahlen innerhalb weniger Jahre anstehen. Das erinnert mich an Jesaja 60,1-2: Der Prophet sieht die Erde von Finsternis bedeckt, aber Gottes Licht über seinem Volk aufscheinen.

Das ganze Wort aus Jerusalem  Nr. 4 2022