Entwicklungen Arise, ICEJ young Adults

Liebe Mitglieder
Liebe Freunde der ICEJ CH

Vor rund sechs Jahren habe ich zusammen mit Daniela Locher die Aufgabe, «etwas für junge Erwachsene zu machen» gefasst. Ende dieses Jahres verabschieden wir Daniela zusammen mit unserer aktuellen zwei Jahres Strategie. Zeit für eine Lagebeurteilung.

Zwei Jahres Strategie ein Teilerfolg
In den vergangenen zwei Jahren wurde eine 10-Punkte-Strategie verfolgt. Eine lange Auslegung der einzelnen Punkte erspare ich Ihnen an dieser Stelle und beschränke mich auf drei Kernaussagen:

  • Neue Kontakte sind enorm schwer aufzubauen. Wir benötigen die Hilfe von unseren Mitgliedern und Freunden, die uns die Türen zu den Jugendgruppen ihrer Gemeinden öffnen.
  • Die Mittel sind beschränkt. Arise ist Teil der Schweizer ICEJ Zweigstelle, ist aber organisatorisch zu grossen Teilen eigenständig. Durch das ehrenamtliche Engagement der Teammitglieder sind die Aktivitäten stark beschnitten.
  • Das Arise Team hat mich persönlich immer wieder überrascht – die Ziele waren hoch gesteckt und wurden nur knapp verfehlt. An dieser Stelle möchte ich allen Involvierten für Ihr Engagement, welches über das zu Erwartende hinaus ging und geht, danken.

Engagement für die Zweigstelle

Neben den laufenden Geschäften für die jungen Erwachsenen hat sich Arise in den vergangenen zwei Jahren vermehrt auch im operativen Geschäft der Zweigstelle für die ältere Zielgruppe engagiert. Nebst Unterstützung für Veranstaltungen, Positionspapieren und Beratung in digitalen Belangen hat sich Arise auch für wirksame Medienpräsenz eingesetzt.
So wurde im Juni 2018 eine PR-Tour mit Dr. Mordechai Kedar organisiert, welche dank verschiedensten Kanälen am Ende rund 404’000 Personen erreicht hat. Zu den prominentesten Absatzkanälen gehören die Basler Zeitung, die Luzerner Zeitung und das Radio Life Channel. Zusätzlich zu den Presseterminen wurden auch die Schweizer Armee und einige Parlamentarier besucht und zu verschiedensten Themen beraten. Durch dieses Projekt konnte einerseits die ICEJ beworben werden, andererseits hat dies die Gelegenheit geboten neue Kontakte in die jüdische Gemeinschaft der Schweiz zu knüpfen.
Wenn man die allgemeine Stimmung gegenüber Israel in der Schweizer Tagespresse betrachtet gibt es hier bestimmt Luft nach oben. Die ICEJ CH hat mit solchen Projekten die Chance gesellschaftsrelevant zu sein.

Ausblick 2019
Im Hinblick auf die fordernde Stellung von Arise innerhalb der Schweizer Zweigstelle und den Erkenntnissen der vergangenen zwei Jahren wage ich hier eine vorsichtige Prognose. Der verdiente und vor allem würdige Abgang von Daniela Locher ist nachzuvollziehen, wird jedoch bedauert, lässt er doch ein grosses Loch zurück.

Folgende Herausforderungen werden uns im Jahr 2019 besonders beschäftigen:

  • Die theologische Lehre fehlt den jungen Generationen zu grossen Teilen. Anderweitig kann die Gleichgültigkeit gegenüber der Stellung Israels und des jüdischen Volkes in den christlichen Kreisen kaum erklärt werden.
  • Neben der theologischen Grundvoraussetzung fehlt unserer Generation im täglichen Gespräch das polit-historische Argumentarium, weshalb Israel ein Existenzrecht hat.
  • Das Bild, welches junge Erwachsene haben ist erstaunlich deckungsgleich mit dem Narrativ der öffentlichen Medien – es braucht alternative Informationsquellen, die helfen ein Gesamtbild zu zeichnen.
  • Der Transfer der Kontakte der Zweigstelle und ihrer Mitglieder auf die nächste Generation findet nur begrenzt statt bzw. funktioniert nur begrenzt. Wir müssen die jungen Erwachsenen dort abholen, wo sie sind: Online.
  • Die Zeit-Ressourcen des Teams sind beschränkt. Ohne Zuwachs muss die Strategie 2019/20 weniger zeitintensiv ausgestaltet sein. Dies wird weniger Präsenzzeit an Veranstaltungen zur Folge haben.

Unterstützen
Sie können uns helfen!
Engagieren Sie sich in Ihrem Umfeld für junge Erwachsene. Werden Sie Mentor, beten Sie für die Jugendgruppe oder öffnen Sie uns die Türen, dass wir ganz praktisch in Ihrer Gemeinde vortragen dürfen.
Im Bereich ehrenamtlicher Arbeit, besonders für junge Erwachsene, gibt es Bedarf – gerne beantworten wir Fragen per Mail oder Telefon.
Natürlich freuen wir uns auch über finanzielle Unterstützung. Bedenken Sie, dass all die wichtigen Projekte in Israel und der Schweiz nicht ohne ein grossartiges Team zu bewältigen sind. Dies bringt gewisse finanzielle Verpflichtungen für die Hauptstelle in Jerusalem, wie auch für die Zweigstelle in der Schweiz mit sich. Wir danken Ihnen bereits im Voraus, dass Sie an uns denken und uns, in welcher Form auch immer, unterstützen.

In Gottes reichem Segen Grüsst Sie

Joel D. Bigler
Hauptverantwortlicher Arise, ICEJ young adults

Leave a Reply

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.